Herbstarbeitstag

Am Samstag, den 31. Oktober 2009, war wieder Arbeitstag. Das Wetter war ideal und es gab viel zu tun. Eine Equipe war im Bernhau tätig, eine andere im Hodel, eine Weitere rund um die Hütte. Schliesslich gab es auch einen Einsatz in der Maschwander Rözi.
 


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Fotos: NVBA


 

Ein Stimmungsbericht aus Sicht eines Teilnehmers

Früher Samstagmorgen: Die Menschen sind noch wenig aktiv, es ist ganz ruhig im Bezirkshauptort, als wir uns zum Arbeitstag in der Hütte treffen. Davor gab es auf dem Weg von Mettmenstetten eine schöne Velofahrt durch den Nebel im Grossholz.

In der Hütte begrüsst Hüttenwart Alex die Ankommenden mit Kaffee und Gipfeli. Biotopbetreuer Alois teilt die Gruppen für ihre Einsatzorte ein. So gelangen wir nach Maschwanden in die Rözi, wo uns eine harte Knochenarbeit erwartet. Wir müssen am Rand des vereinseigenen Grundstückes Weidensträucher zurückschneiden. Zum Glück ist der Wasserstand sehr tief, so dass wir das in einigermassen trockenen Verhältnissen tun können. «Bis am Mittag werden wir die erste Gruppe ausgeholzt haben», meint Andreas. Er sollte eines besseren belehrt werden. Die Aufgabe an sich war einfach: Die Weiden zurückstutzen, die Äste wegschleppen und sie auf den Brückenwagen laden. Dass man auf die Idee gekommen ist, mit Weiden zu flechten, kommt vielleicht daher, dass Weidenäste kreuz und quer wachsen und manchmal nur mit einem Sägeschnitt voneinander zu trennen sind. Dann der nächste «Lupf». Die Dinger verkrallen sich beim Aufladen auf den Wagen erneut und schon bald ist es schwierig, die neuen Äste so zu platzieren, dass sie nicht zu weit über den Rand der Brücke hinausragen und auch nicht wieder vom Wagen herunterkollern. Kurz vor der Znünipause ist die erste Ladung voll und wird abgeführt. Der Znünikorb ist wohlgefüllt, denn der Hüttenwart hat gut vorgesorgt mit Getränken und Verpflegung. Bis am Mittag wird dann eine weitere Wagenladung fällig und langsam machen sich auch die Muskeln und Knochen der Mitarbeiter bemerkbar, weil sie sich diese Arbeit nicht gewohnt sind. Am Mittag geht es zurück nach Affoltern, wo sich alle zum Mittagessen treffen. Das Menu: Suppe und Spatz mit Gemüse aus Kunzen's Garten am Heimpelweg. Nach einer Stunde Mittagspause geht es wieder los mit der Sägerei und Schlepperei. Langsam lichtet sich das Gestrüpp und es wird ein Fortschritt sichtbar. Aber auch die Kraft und Energie lässt langsam nach. Am Ende des Nachmittags ist wieder ein Wagen voll und wir räumen unseren Platz auf. Wir sind zwar nicht so weit gekommen, wie wir am Vormittag vermuteten, aber es ist immerhin ein rechtes Stück der Arbeit geleistet.

Wir kehren zurück nach Affoltern, wo wir die Werkzeuge versorgen. Nun wartet ein feines Nachtessen in Form einer Metzgete auf uns, gerade das Richtige nach einem solchen anstrengenden Tag. Wir geniessen das fein zubereitete und von der freundlichen Hüttencrew servierte Nachtessen und lassen den Tag mit Gesprächen und Austausch von Erinnerungen ausklingen.

Auf dem Heimweg nach Mettmenstetten scheint der fast volle Mond. Feine Nebelbänke hängen in den Senken. Zurück bleibt ein Gefühl von Zufriedenheit, einerseits weil wir etwas nützliches geleistet haben und andererseits, weil wir mit Menschen zusammenarbeiten durften, welche sich engagieren und tatkräftig für unsere Anliegen einsetzen.

mo

Zur Übersicht der Brachvogel-Ausgabe November 2009

 

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