Spyrenverantwortliche des NVBA gewinnen Förderpreis

Am 11. November 2010 wurden in festlichen Rahmen die drei erstplazierten Projekte der Ausschreibung für den Förderpreis für Natur- und Landschaftsschutz der Standortförderung Säuliamt übergeben. Der zweite Preis ging an die Spyrenverantwortlichen in Affoltern a.A, Walti Nyffeneger und Roli Füllemann. Erster Preisträger und damit Gewinner des Förderpreises für Natur- und Landschaftsschutz im Knonauer Amt 2010 ist Hanspeter Hediger aus Affoltern a.A. Die bronzene Auszeichnung ging an eine Gruppe von Landwirten aus Knonau für das Projekt «Baaregg».


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Fotos: NVBA


 

Am Donnerstag, 11. November empfing die Firma Schweizer in Hedingen Preisträger, die Jurymitglieder, Behördenvertreter und Gäste zur Ehrung der ausgewählten Projekte und zur Übergabe der Preise. Die Ausschreibung erfolgte durch die Standortförderung Knonaueramt. Donatoren der Preise waren Hansruedi Schweizer von der Firma Schweizer AG, Hedingen und der Verein Lebensraumförderung im Knonaueramt. Letzterer ging aus der Gegnerschaft der A4 hervor und hat sich heute der Lebensqualität im Säuliamt verschrieben. Die Schweizer AG bot für die Preisübergabe Gastrecht in ihren Räumlichkeiten.

Nach der Besammlung in ungezwungenem Rahmen, wo sich Preisträger, Donatoren und Behördevertreter zwanglos kennen lernen konnten, wechselten die Anwesenden ins Forum und der Präsident der Standortförderung Knonaueramt, Charles Höhn, begrüsste die Anwesenden. Er führte aus, nach welchen Kriterien die Projekte beurteilt wurden: Es ging um Originalität, Nachhaltigkeit, Publikumswirksamkeit und Nutzen für die Umwelt. Diese Kriterien wurden unterschiedlich stark gewichtet. Die Jury bestand aus Fachleuten aus dem ALN, von der WSL, Birmensdorf, Kurator Robert Zingg vom Zoo Zürich und dem Präsidenten der Standortförderung Knonaueramt, Charles Höhn. Die drei ersten Preise wurden alle hoch eingestuft und die Unterschiede in der Beurteilung waren demzufolge auch nicht gross. Dennoch musste es einen ersten, zweiten und dritten Platz geben.

Die Ehrung begann mit dem Projekt «Natürlich Baaregg», das einen ganzen Biotopverbund darstellt, der durch Landwirte in diesem Weiler der Gemeinde Knonau ermöglicht wurde. Darin enthalten sind Brachflächen, extensive Wiesen und 370 Hochstamm-Obstbäume, die Lebensraum für verschiedenste Tiere und Pflanzen bieten. Toll, was die Landwirte zusammen aufgebaut und erreicht haben. Sie wurden mit dem dritten Preis ausgezeichnet.

Der zweite Platz ging an die Spyrengruppe aus Affoltern a.A.. Sie hat sich seit rund 30 Jahren verdient gemacht durch die Installation von Nisthilfen und damit für die Erhaltung des Spyrenbestandes im Bezirkshauptort. Insbesondere «Spyrenvater» Walti Nyffenegger hat immer wieder und mit viel Ausdauer dafür gesorgt, dass bei Umbauten und Neubauten an die Spyren gedacht wurde. Ein bisschen stolz sei er schon, dass er diesen Preis gewonnen habe, verriet Walti Nyffenegger dem Redaktor des «Brachvogels». Sein Stolz ist unbestreitbar berechtigt! Sein Nachfolger, Roli Füllemann hat beim neusten Projekt am Sternenplatz in Affoltern a.A. massgeblich dazu beigetragen, dass die Nistkasten für die Mauersegler bei der Renovation nicht einfach verschwunden sind, sondern dass sie bei der Planung von Anfang an berücksichtigt werden konnten. Dazu bot auch der Hausbesitzer und Bauherr, Kurt Schneebeli, in vorbildlicher Weise Hand. Das Projekt Spyren wurde mit dem zweiten Preis, dotiert mit Fr. 2'000, ausgezeichnet. Dieses Geld wird voraussichtlich in eine Kamera investiert, mit der es möglich wird, die Bruttätigkeit der Spyren direkt und 1:1 zu verfolgen. Geplant ist eine Installation eines Monitors in der Spyre-Bar und die Aufschaltung ins Internet auf die Homepage des NVBA.

Hedigers aus Affoltern a.A. sind die Preisträger des Natur- und Umweltschutzpreises 2010, dotiert mit Fr. 5'000. Esther und Hanspeter wurde ausgezeichnet für ihren unermüdlichen Einsatz für die Natur, insbesondere für die Erhaltung der Hochstämmer im Bezirk und darüber hinaus. Sie sorgen nicht nur dafür, dass alte Obstsorten nicht einfach verschwinden, sondern pflegen in Zusammenarbeit mit dem Verein Fructus und der Pro Spezie Rara diese Sorten in einer Art Genbank in ihren Obstgärten. Darüber hinaus sorgt Hanspeter mit seiner Frau Esther zusammen auch für die Verarbeitung der Früchte der Hochstämmer zu Produkten wie Obstsaft, Essig, Dörrfrüchte und vielen anderen Spezialitäten. Mit dem Verkauf dieser Produkte haben Hedigers inzwischen einen umfangreichen Kundenkreis aufgebaut. So wird es möglich, dass Hochstämmer nicht nur als Landschaftselement im Säuliamt gefördert werden, sondern dass sie nachhaltig genutzt werden. Das ist die beste Garantie für die Erhaltung dieser Bäume.

Wir sind stolz darauf, Mitglieder unseres Vereins in den Reihen der Preisträger zu haben und gratulieren auch an dieser Stelle ganz herzlich.

mo

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